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Adelaide, AUSTRALIA
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Ortszeit Adelaide

  • CST: 20-05-2012 18:42
  • CEST: 20-05-2012 11:12

Alle Rekorde gebrochen …

Nach fast sechs Wochen habe ich heute zum ersten Mal wieder richtig in unserem kleinen Garten arbeiten können: es war nicht zu heiss.  Rasen mähen (zumindest den Teil, der nicht vertrocknet ist), Unkraut jäten (sofern es die Hitze selbst überlebt hat … aber Unkraut vergeht ja bekanntlicherweise nicht), Blätter wegfegen, Kompost umsetzen bzw. auf frische Gartenerde durchsieben.

Danach war ich fertig … denn so richtig “angenehm kühl” ist es für meine Verhältnisse noch immer nicht.

Seit etwa 10 Tagen, nämlich dem letzten Vollmond, hat sich das Wetter hier in Australien wieder etwas “normalisiert”, so man denn davon überhaupt sprechen kann.  Aber der Preis war hoch.  In weniger als einem Jahr, seit dem “Jahrhundertsommer” im letzten März, den ich zum Glück in Deutschland im Schnee verbringen konnte, hat Australien alle Rekorde gebrochen.

Ausgehend von dem tropischen Sturm über Nordwestaustralien, Dominic, zwischen dem 24. und 27. Januar, entwickelten sich weitere Monsun-Tropenstürme über dem Meer zwischen Indonesien und Australien.  Weitere Wetterbedingungen, mit denen ich euch nicht langweilen will, bewirkten, dass – was selten, aber manchmal passiert – nördliche Winde die heisse Luft aus dem “Roten Zentrum”, den australischen Wüsten, direkt nach Süden trieben:  Über Südaustralien, Adelaide, entlang der Südküste, Melbourne und Victoria bis nach Tasmanien.

Nach einem eh schon relativ warmen Somer-Januar, stiegen bei uns die Temperaturen in wenigen Tagen tagsüber auf um die 40°C (immer im Schatten einer oksuren Wetterstation, wohlgemerkt!) und sanken nachts zeitweise auf mal gerade 35°.  In einer Nacht war ich so frustriert, dass ich um etwa 1 Uhr morgens aus unserem Schlafzimmer in den Garten umgezogen bin.  Aber auch das war nur erträglich bis etwa 7 Uhr morgens, als die Sonne aufging und es schnell wieder zu warm wurde.  Mehrere andere Nächte verbrachte ich auf unserer Zweisitzer-Couch im Wohnzimmer, dem einzigen Raum mit der “AirCon” (eine mehr als 30 Jahre alte Klimaanlage, sinnigerweise auch der einzige Raum mit einer ebenso alten Heizung), aber so eben halt halbwegs erträglich.

Gegen die Hitze bleiben alle Fenster und Türen geschlossen, Rollos unten, Vorhänge vorgezogen:  So ist es nicht nur – trotzdem – warm im Haus (Mindesttemperatur 28°C), sonder auch noch dunkel.  Ich kam mir vor wie eingesperrt.  Es war – nicht nur politisch – ein Ausnahmezustand für nahezu jeden von uns.

Zum Glück arbeite ich ja derzeit für eine der grossen Senioreneinrichtungen hier in Adelaide.  Mein kleines Büro befindet sich in einem Seniorenwohnheim im Norden von Adelaide (Salisbury).  Wie schon in meinem letzten Artikel geschrieben, hatte ich mir genau dort durch die Klimaanlage in meinem Büro eine handfeste Erkältung angelacht.  Die hatte ich zwar bald weitgehend überwunden, aber zumindest hatte ich hier ein klimatisiertes Gebäude.  Dachte ich …

Am Mittwoch, 28.1.2009 erreichten die Temperaturen um etwa 16 Uhr offizielle 45,7°C.  Ich hatte mich am früheren Nachmittag mit einem Kollegen verabredet, der tatsächlich auch kam, trotz aller Hitze:  Er traf ein mitten in einem teilweisen Zusammenbruch der Stromversorgung, die zur Folge hatte, das nicht nur die automatische Eingangstür nicht mehr funktioniert, sondern auch nicht die Notbeleuchtung (was ja nicht so schlimm war), aber wirklich dramatisch war der Ausfall der Klimaanlage.  Im Gespräch mit Kollegen vor Ort stellte sich dann – zu deren Verblüffung, wie zu meiner eigenen – heraus, dass dieses Seniorenwohnheim mit rund 100 BewohnerInnen, die meisten von ihnen hoch pflegebedürftig, KEINEN Notfallgenerator und damit auch die Klimaanlage nicht wieder einschalten konnten.  Sie hatten mehr Glück als Verstand — in der Tat reparierte ein Techniker der Elektrizitätsgesellschaft die Anlage innerhalb einer Stunde!

Als ich gegen 16 Uhr das haus verlassen wollte, war der Strom wieder voll vorhanden, und eine Kollegin, die früher in Zimbabwe gelebt hatte, bestand darauf, mich zum Bahnhof zu bringen, da es zum Laufen definitiv zu heiss sei.  Das war nett.

An der Bahnstation stellte sich dann heraus, dass der Zug, mit dem ich gerechnet hatte, zuerst 10, dann 20 Minuten verspätet sein sollte.  Zwar befindet sich an dieser Haltestelle ein Wartehäuschen mit Blick nach Nordosten über einen kleinen Flugplatz, und normalerweise bläst hier immer ein relativ frischer Wind.  Zum Gkück wusste ich da noch nicht, wie heiss es wirklich war.  Ich spürte nur, dass selbst dieser Wind aus der Wüste so heiss war, dass ich kaum auf der Bank sitzen konnte.  Da es sich um trockene Hitze handelt, schwitzt man aber wenigstens nicht:  Der Schweis trocknet sofort wieder.

Mit mehr als einer halben Stunde Verspätung traf der Zug dann auch tatsächlich ein.  “Zug” hier heisst so viel wie die Triebwagenzüge zwischen Marburg und Wallau oder die alten DB-Triebwagen auf der Westküstenstrecke zwischen Itzehoe und Heide.  Und so standen denn auch Passagiere in den beiden Waggons, schweissüberströmt — die Klimaanlage im Zug war ausgefallen.  Ich hatte ja keine andere Wahl als mit den beiden anderen Wartenden auch noch einzusteigen.  Der Zug rollte dann sehr langsam an und schlich in Gehgeschwindigkeit zur nächsten Station, etwa drei Kilometer weiter.

In dieser Zeit schafften es doch tatsächlich zwei Rowdies mit Bierflaschen die Beleuchtung im Zug zu demolieren, wobei sich einer auch noch ernsthaft verletzte, während alle anderen nur schweigend zuschauten, zu erschöpft um noch etwas zu sagen (eigentlich sind die Aussies alle ziemlich ordentliche Leute).

Nachdem wir die nächste Station erreichten, musste die Zugfahrerin den Dieselmotor wegen Überhitzung abschalten.  Die Türen öffneten wir dann per Hand, was aber nicht viel half, weil es ja draussen ebenso heiss war, wie drinne.  Mehrere Versuche der verzweifelten Fahrerin halfen nichts, der Zug war nicht mehr zu bewegen.  Hinter uns befand sich einer der “Schnellzüge”, ebenso voll mit Passagieren, aber ohne Chance, unseren Zug zu passieren.

Als die ersten Passagiere meinen Zug verliessen, schloss ich mich ihnen an, um entlang den Bahngleisen zur nächsten “Haupt”station zu laufen, “Mawson Lakes Interchange”.  “Interchange” steht für die Möglichkeit, in einen Bus umsteigen zu können, und ausserdem halten alle Züge an diesen (etwas besseren) Haltestellen.  Zum Glück war unsere Station nur gerade etwas mehr als ein Kilometer von der nächsten Station entfernt, und wir konnten schon Busse warten sehen.  Also machten wir uns zu Fuss “auf den Weg”, oder besser: Pfad entlang den Gleisen.  Ich trug nur meine vorne offenen Birkenstocks und keine Socken, hatte aber einen Hut auf und ein langärmliges Hemd an.  Nach ein paar hundert Metern merkte ich auf einmal, dass meine Fusszehen buchstäblich heiss wurden.  Ich versuchte, im Schatten meiner Vorgänger zu gehen, aber da dies eine Familie mit Kinder war, brachte das auch keine grosse Hilfe.

Also, so schnell als möglich laufen.  So erreichte ich auch heile (und ohne Sonnenbrand, aber komplett durchgeschwitzt) den Bus.  (In den Nachrichten am Abend habe ich dann gehört, dass die Temperaturen auf Gleisebene irgendwo zwischen 60 und 70°C gewesen sein müssen. Auf einer anderen Strecke hat es regelrecht die Gleise verbogen.)

Verbogene Bahngleise während der Hitzewelle in Südaustralien, Januar 2009 (c)Photo: ADELAIDE ADVERTISER / CALUM ROBERTSON

Verbogene Bahngleise während der Hitzewelle in Südaustralien, Januar 2009 (c)Photo: ADELAIDE ADVERTISER / CALUM ROBERTSON

Alle stürzten sich auf den ersten Bus, während der zweite ohne Busfahrer dahinter stand … der dann wenige Minuten später mit seinem leeren Bus auf der selben Strecke losfuhr, während wir uns in unserem Bus quetschten.  Meine noch fast tiefgefrorene Wasserflasche und das kleine Handtuch drum herum rettete mich vor dem “Verdursten” und “Verschwitzen”:  was ich oben eingoss, kam sofort aus allen Poren wieder heraus.

Letztendlich war dies nicht nur der heisseste Tage in der Geschichte Südaustraliens, sondern für mich auch die längste Heimfahrt von der Arbeit.

Interessanterweise lässt sich diese trockene Hitze relativ gut ertragen.  Schlimmer sind die warmen Nächte, und so hatte es uns denn auch in der folgenden Nacht erwischt:  Um 3 Uhr morgens drehte der Wind wieder von Südosten nach Nordwesten und blies — mitten in der Nacht! — so warme Luft aus dem Landesinneren an die Küste, dass die Temperaturen auf einem der nördlichen Regionalflughäfen 41,7°C erreichten!  Schlafen ist dann fast nicht mehr möglich, oder nur noch mit “AirCon” und Ventilator.  Wie das Freunde von uns ohne AirCon in ihrem Haus ausgehalten haben, ist mir ein Rätsel.  Schlimmer ist eigentlich, dass diese Hitze jegliche Energie aus dem Körper zu saugen scheint.

Rekord-Hitzewelle Australien, Januar 2009, gemessen aus dem Weltall zwischen dem 25.1. und 1.2.2009 (c)NASA

Rekord-Hitzewelle Australien, Januar 2009, gemessen aus dem Weltall zwischen dem 25.1. und 1.2.2009 (c)NASA

Buschbrände — der “Schwarze Samstag”

Bis auf einige wenige Todesfälle durch Hitzeschläge und Eschöpfung (19, überwiegend ältere Menschen) und einige wenige Buschbrände hat Südaustralien wahnsinnig Glück gehabt.  Wirklich schlimm erwischte es Victoria in der folgenden Woche und vor allem am Schwarzen Samstag.  Gegen Ende der ersten Woche im Februar brach für uns in Südaustralien die Hitze durch südliche Winde vom Südpolarmeer in wenigen Stunden zusammen.  Während wir die Fenster und Türen wieder öffnen konnten, um die Häuser abzukühlen, stand Victoria vor den schlimmsten Buschbränden seiner Geschichte.  Durch die extrem heissen Tage und warmen Nächte sowie das Zusammentreffen von heissen und kalten Luftmassen mit den entsprechenden Hitzegewittern hatten sich Buschbrände entzündet, die dann durch die wechselnden Winde aus Norden und Süden zu extrem heissen und schnellen Waldbränden entfacht wurden.  Was am Samstag Morgen, den 7. Februar,  noch relativ harmlos aussah, war zum Entsetzen aller, selbst der gut vorbereiteten Feuerwehren, ein Monsterfeuer, wie es das hier in der jüngeren europäischen Siedlungsgeschichte Australiens wohl noch nie gegeben hatte.  Innerhalb von wenigen Stunden hatte eine rund 300 km breite Feuerfront mindestens 210 Menschenleben gefordert und sich bis an den nördlichen Stadtrand von Melbourne vorgearbeitet.  Australiens Nationalzeitung, “The Australian” (sonst eigentlich nicht lesbar, weil stinke konservativ), brachte am folgenden Samstag eine Sonderausgabe fast ausschliesslich zu diesem Thema (How the battle with Victoria’s bushfires was fought and lost).

Eine lange Dokumentation darin brachte mir überhaupt erstmals die Dramatik zum Bewusstsein:  Anders als in Europa, und ähnlich wie in Nordamerika, sind Siedlungen hier weit ausgebreitet.  So auch die Städte und vor allem die Stadtrandsiedlungen, die sich weit ins Hinterland ausbreiten und in denen viele “Tree Changers” wohnen, Menschen, die des Lebens in den eintönig gleichen Stadtteilen überdrüssig geworden sind.  Viele von ihnen haben direkt in die Wälder hinein gebaut, umgeben vom Grün als einer idyllischen Wohnlage.  Das wurde vielen Tausenden jetzt zum Verhängnis, die mit ihren Häusern alle Hab und Gut verloren.  Seit nunmehr fast 10 Jahren kaum noch nennenswert Regen, die trockene Hitze der zurückliegenden Wochen, und die besonderen Wetterbedingungen entfachten einen Feuersturm, der bestenfalls noch mit dem Bombenbränden in Hamburg oder Dresden am Ende des Zweiten Weltkrieges zu vergleichen ist:  Vor dem Feuer selbst muss eine Hitzefront über das Land gerast sein, dann der Verlust des Sauerstoffes als Futter für das nachfolgende Feuer, und dann die Brände selbst auf breiter Front.  Viele von denen, die sich zum Kampf gegen das Feuer entschlossen hatten, unterschätzten diese Begleiterscheinungen — und dann die Geschwindigkeit, mit der die Brände wie rasende Feuerbälle durchs Land zogen. (Hier eine Serie von Fotos).  Manche überlebten nur in naheliegenden Wasserrückhaltebecken oder auf schon abgebrannten Weiden, einige wenige in Feuerbunkern oder unter nassen Tüchern.

Flutkatastrophe North Queensland

Noch verrückter war in diesen Wochen, und gerade auch wieder an diesem Wochenende, während ich dies schreibe, die Flutkatastrophe in Queensland.  Ausgelöst durch den den Tropensturm im Norden von Australien (und derzeit an der Nordostküste), stand zeitweise halb North Queensland unter Wasser, buchstäblich (Fotos ABC North Queensland)!  Viele Leute, vor allem Farmer, waren nicht allzu traurig, trotz massiver Verluste, weil die ewig leeren Wasserrückhaltebecken und Staudämme nun plötzlich alle wieder voll waren.

Während ich dies schreibe, sieht sich die Ostküste von Queensland von einem Hurrikan bedroht, der ebenfalls grosse Schäden ausrichten kann.

Die Nachwehen

Im Zusammenhang mit diesen Wetterkabriolen sind mir hier einige Sachen neu aufgefallen:

  • Nachbarschaftshilfe:
    Das Gelbe Band als Symbold der Erinnerung and Brandopfer (Wiki)

    Das Gelbe Band als Symbold der Erinnerung and Brandopfer (Wiki)

    So individualistisch und auf “privacy” ausgerichtet diese Gesellschaft hier ist, vor allem in den Städten, diese Katastrophen “bringen das Beste” hervor, dass die Menschen zu bieten haben — Gemeinschaftsbewusstsein (“community“) und Hilfsbereitschaft. Innerhalb weniger Tage kamen hunderte von Millionen australischer Spendendollar zusammen.  Selbst Senioren der vietnamesischen Minderheit hier in Adelaide, nicht gerade die wojlhabendsten Einwanderer, sommelten innerhalb einer Woche stolze 9.000 AUD.  Australische Freunde und Bekannte waren stolz auf ihre Gesellschaft.

  • Heldengedenken
    Nach dem kläglich gescheiterten Versuch der (konservativen) Regierung von John Howard, Australien an der Seite der Bush-Amerikaner zu militarisieren, entdeckte die neue Labour-Regierung unter Kevin Rudd die neuen Helden Australiens, die rund 4.000 Männer der Buschfeuerwehren.  Ihnen und den Opfern dieses “Schwarzen Samstags” gilt der neue Nationalfeiertag am 13. Februar, an dem die Nationalflagge auf Halbmast gesetzt wird.
  • Umweltbewusstsein
    Vielleicht mache ich eines Tages noch einen Artikel aus dieser Begebenheit, aber jetzt nur so viel:  Während viele Umweltwissenschaftler darauf hinweisen, dass die Dürre keine Anomalie des Wetters mehr sei und wir mit weitaus mehr Buschbränden dieser neuen Qualität zu rechnen hätten, verwechseln die meisten Australier schon wieder Ursache mit Wirkung:  Zwar wurden womöglich zwei der hunderte von Einzelbränden absichtlich gelegt, eines davon mit dramatischen Folgen, aber die wirkliche Wucht des Feuers ergab sich eher aus den veränderten Klimabedingungen.  Eine Freundin – und mit ihr die Presse und viele Politker, oder umgekehrt – verlangten fast die Todesstrafe für die Zündler (oder mindestens “tough love” = “legt ihm die Hände und Füsse auf die Herdplatte”) .  Aber drastische wirtschaftliche, politische oder ökologische Konsequenzen zu ziehen — das wagt hier im Land der Höflichkeiten und der Automobile keiner.
    Umgekehrt fordern viele – vor allem politisch Konservative, mit ihrem Hass auf die Grünen – wieder die Erlaubnis, die eh schon trockenen Wälder von ihrem Unterholz “zu befreien”, um so dem Feuer das Futter zu entziehen.  Nur — die Brände waren mit teilweise 50m Höhe oft doppelt so hoch wie die Bäume, von den sich viele entzünden, bevor sie überhaupt von der euerwalze getroffen werden.  Am Boden scheint sich am wenigsten abgespielt zu haben.  Aber die “Grünen”, mit ihrem “Rettet den Wald”-Gesponst, bieten sich als hervorrangende Sündenböcke.
  • Rettung — nicht möglich
    Wir wohnen hier in Adelaide im Osten der Stadt, keine fünf Kilometer von den Adelaide Hills entfernt.  Freunde von uns leben dort in den Tälern und Wäldern, oft mitten zwischen den Bäumen.  Am Tag nach den Gedenkfeiern für die Opfer der Buschbrände veröffentlichte die hiesige Zeitung (der Advertiser, so etwas wie die deutsche BILD) einen grossen Artikel (siehe auch die Kommentare), nachdem die lokalen Feuerwehren keine Chance sehe, bei einem ähnlichen Buschbrand Leben zu retten.  Im Gegenteil, wären dieselben Feuer hier ausgebrochen, in mehreren Stadtrandsiedlungen mit einzelnen Zugangsstrassen und vielen Sackgassen wären mehr als 300 Menschen alleine in der ersten Stunde ums Leben gekommen.  Fatalismus?  Ich weiss es nicht.  Auf jeden Fall wären wir mit unserem kleinen Mietshäuschen, wenn auch mitten in der Stadt, ebenfalls nicht wirklich sicher.  5 km sind für Brände dieser Art keine Entfernung.
  • Das Wunder von Lake Eyre
    Rund 700 km nördlich von Adelaide liegt in einer riesigen Senke (Lake Eyre Basin) der grösste Salzsee der Erde (Fotos), zugleich eines der wichtigsten Wasserreservoire Australiens (Grundwasser).  Nur nach ausgesprochen starken Regenfällen im Norden von Australien füllt sich der See für ein paar Wochen bis zu 5m mit stark salzhaltigem Wasser aus dem Norden.  Das passiert gerade in diesen Wochen mal wieder (Fotos) … leider habe ich keine Gelegenheit, mir dieses Schauspiel anzuschauen.

Inzwischen hat sich das Wetter deutlich abgekühlt, wir hatten sogar einen Tag mit so viel Regen, dass unser 3.000 Liter-Wassertank wieder voll ist (auch wenn wir nur kaum 500l seit Oktober ohne Regen verbraucht hatten.)  In den nächsten Tagen werden wir wieder Vollmond haben — mal sehen, was das Wetter dann bringt.

(2.688 Worte)

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